Preise erfasst am 6. Oktober 2026 · 43 Produkte im Vergleich · keine gekauften Noten
Kaufberatung

Direct Drive oder Riemenantrieb: Welche Wheelbase passt zu Ihnen?

Die Wheelbase ist der Motor Ihres Lenkrads. Sie bestimmt, wie fein das Force Feedback ausfällt, wie laut das System arbeitet und welchen Teil des Budgets Sie einplanen müssen. Diese Kaufberatung erklärt, wie Sie sich zwischen einer Wheelbase mit Riemenantrieb und einer Direct-Drive-Wheelbase entscheiden. Alle Preise wurden am 6. Oktober 2026 erfasst.

Thrustmaster T248RThrustmaster T248R · Bild: Hersteller

Wie funktioniert eine Wheelbase mit Riemenantrieb?

Bei einer Wheelbase mit Riemenantrieb ist der Elektromotor nicht direkt mit dem Lenkrad verbunden. Seine Kraft läuft über einen Zahnriemen und Riemenscheiben mit unterschiedlichen Durchmessern. Diese Übersetzung vervielfacht das Drehmoment: Ein vergleichsweise kleiner Motor erzeugt so eine spürbare Kraft am Lenkrad.

Der Riemen hat noch einen zweiten Effekt. Er glättet die Impulse des Motors und filtert einen Teil der feinen Vibrationen heraus. Das Lenkgefühl wirkt dadurch weicher, aber auch etwas weniger präzise. Manche Modelle kombinieren Riemen und Zahnräder, etwa das T-HD-System (Hybrid Drive) des Thrustmaster T248.

Das Thrustmaster T300RS GT Edition nutzt laut Hersteller einen Doppelriemenantrieb mit bürstenlosem Motor. Einen Drehmomentwert in Nm veröffentlicht Thrustmaster dafür nicht. Logitech wiederum nennt auf der französischen Produktseite des G923 keine Antriebsart und gibt ein Force Feedback von 2,3 Nm an.

Für viele Einsteiger ist genau diese Bauweise der erste Kontakt mit dem Sim Racing. Sie ist erprobt, verbreitet und in Komplettpaketen erhältlich, die Lenkrad, Wheelbase und Pedale in einem Karton vereinen.

Wie funktioniert eine Direct-Drive-Wheelbase?

Eine Direct-Drive-Wheelbase verzichtet auf jede Zwischenstufe. Das Lenkrad sitzt auf der Welle eines größeren Motors, der das gesamte Drehmoment selbst erzeugt. Jede Information, die das Spiel sendet, erreicht das Lenkrad ohne Umweg über Riemen oder Zahnräder.

Das Ergebnis ist ein schnelleres und detailreicheres Force Feedback. Sie spüren deutlicher, wann die Reifen die Haftung verlieren, wie die Curbs anschlagen und wie sich die Last beim Bremsen und Einlenken verlagert. Weil der Motor kräftiger ist, erreichen diese Wheelbases auch deutlich höhere Drehmomente: von 3,9 Nm beim MOZA R3 bis 25 Nm beim Simucube 2 Pro, jeweils laut Herstellerangabe.

Die Hersteller werben außerdem mit Motoren, die kaum „Cogging“ zeigen, also kein spürbares Rasten bei langsamen Lenkbewegungen. Das Thrustmaster T598 etwa setzt auf einen Axial-Flux-Motor, der laut Thrustmaster ohne Cogging arbeitet.

Was sich am Lenkrad wirklich ändert

Der Unterschied liegt nicht allein in der maximalen Kraft. Entscheidend ist vor allem die Qualität der Information. Eine Direct-Drive-Wheelbase gibt auch bei geringer Kraft feine Details wieder, die ein Riemen abschwächt.

  • Präzision: Direct Drive überträgt kleinste Änderungen im Grip, der Riemenantrieb rundet sie ab.
  • Reaktionszeit: Ohne Riemen ist der Weg vom Spiel bis zum Lenkrad kürzer.
  • Geräusch: Riemen- und Zahnradsysteme erzeugen mechanische Geräusche, ein Direct-Drive-Motor arbeitet in der Regel leiser.
  • Kraftreserve: Direct Drive erlaubt deutlich höhere Drehmomente, die Sie nach Ihrem Geschmack einstellen.
  • Wartung: Ein Riemen ist ein Verschleißteil, ein Direct-Drive-Motor hat weniger mechanische Komponenten.
TippEin hohes Drehmoment ist kein Selbstzweck. Auf einer Direct-Drive-Wheelbase stellen die meisten Fahrer die Kraft deutlich unter dem Maximum ein. Die Reserve dient dazu, Kraftspitzen sauber wiederzugeben, ohne dass das Signal übersteuert.

Direct Drive oder Riemenantrieb: der Vergleich in Zahlen

Die folgende Tabelle vergleicht Einsteigerprodukte aus unserem Katalog. Die Drehmomente stammen von den Herstellern. Die Preise wurden am 6. Oktober 2026 in den offiziellen Shops erfasst, laufende Aktionen sind bereits berücksichtigt.

ProduktAntriebDrehmoment laut HerstellerPlattformenErfasster Preis
Thrustmaster T248RRiemen + Zahnräder (T-HD)3,1 NmPC, PS5, PS4249,99 €
Logitech G923 (PlayStation/PC)Nicht angegeben2,3 NmPC, PS5, PS4299 €
Thrustmaster T300RS GT EditionDoppelriemenNicht veröffentlichtPC, PS5, PS4349,99 € (am 6.10. nicht lieferbar)
MOZA R3 (PC-Bundle)Direct Drive3,9 NmPC299 €
Thrustmaster T598Direct Drive5 Nm konstantPC, PS5, PS4449,99 €
Fanatec CSL DD Ready2Race 5 NmDirect Drive5 Nm SpitzePC509,95 €

Die Tabelle zeigt einen wichtigen Punkt: In einer ähnlichen Preisklasse gibt es zwar Direct-Drive-Bundles, sie sind aber oft dem PC vorbehalten. Für PlayStation ist das T598 eine der wenigen Direct-Drive-Optionen um 450 €. Alle Modelle finden Sie in unserer Übersicht der Direct-Drive-Wheelbases und in unserem Vergleich.

Für wen ist der Riemenantrieb weiterhin die richtige Wahl?

Eine Wheelbase mit Riemenantrieb ist sinnvoll, wenn Ihr Gesamtbudget bei etwa 300 € liegt. Das T248R kostete bei unserer Erfassung 249,99 € und enthält Wheelbase, Lenkrad und ein Pedalset mit drei Pedalen. Damit können Sie sofort losfahren, ohne weiteres Zubehör zu kaufen.

Sie passt auch, wenn Sie auf der Konsole spielen und es unkompliziert halten möchten. Die Modelle von Thrustmaster und Logitech in diesem Segment gibt es als PlayStation/PC-Version, Xbox/PC-Versionen werden laut Herstellern separat verkauft. Prüfen Sie vor dem Kauf immer die genaue Modellbezeichnung.

Außerdem stellt eine Wheelbase mit Riemenantrieb geringere Ansprüche an Ihren Aufbau. Ihr moderates Drehmoment kommt mit einem stabilen Schreibtisch aus. So finden Sie mit überschaubarem Einsatz heraus, ob Ihnen Sim Racing wirklich Spaß macht, bevor Sie in ein größeres Rig investieren.

Für wen lohnt sich der direkte Einstieg in Direct Drive?

Wenn Sie auf dem PC fahren und anspruchsvolle Simulationen im Blick haben, ist Direct Drive die langlebigere Wahl. Das MOZA R5 Bundle, am 6. Oktober 2026 für 399 € statt 479 € angeboten, enthält eine Wheelbase mit 5,5 Nm, ein Lenkrad und ein Pedalset mit zwei Pedalen. Das Fanatec CSL DD Ready2Race Bundle bringt zusätzlich eine Tischklemme mit.

Direct Drive hat einen weiteren Vorteil: Das System wächst mit. Die Ökosysteme von MOZA, Fanatec und Thrustmaster bieten austauschbare Lenkräder mit Schnellwechsler. Sie können später Lenkrad oder Pedale wechseln, ohne die Wheelbase zu ersetzen.

AchtungEine Direct-Drive-Wheelbase erzeugt echte Kraft und kann bei einem Unfall im Spiel abrupt ausschlagen. Halten Sie während der Fahrt beide Hände am Lenkrad und erhöhen Sie die Kraft bei der ersten Nutzung schrittweise.

Kosten, die über die Wheelbase hinausgehen

Der Preis einer einzelnen Wheelbase sagt nicht alles. Eine Wheelbase wie die Fanatec CSL DD 8 Nm, erfasst für 429,95 €, wird ohne Lenkrad und ohne Pedale geliefert. Beides müssen Sie zusätzlich einplanen.

  • Ein Lenkrad, das zum Schnellwechsler der Wheelbase passt.
  • Ein Pedalset, falls das Bundle keines enthält.
  • Eine Tischklemme oder bei höheren Drehmomenten ein Cockpit.
  • Gelegentlich einen Schnellwechsel-Adapter, der bei manchen Marken wie Simagic oder Simucube nicht beiliegt.

Rechnen Sie deshalb immer mit dem Preis des kompletten Setups. Ein günstiger Einzelpreis für die Wheelbase kann am Ende teurer werden als ein durchdachtes Bundle, das bereits alles Nötige enthält.

Um Komplettpakete zu vergleichen, lesen Sie unsere Auswahl für das Sim-Racing-Einsteiger-Set oder nutzen Sie den Rig-Konfigurator. Zur Wahl der passenden Kraft hilft unser Ratgeber Welches Drehmoment für eine Direct-Drive-Wheelbase?.

Zahlen aus offiziellen Herstellerdatenblättern und Marktpreisen, erfasst am 6. Oktober 2026. Kein Praxistest: siehe unsere Methodik.

Häufige Fragen

Lohnt sich der Aufpreis für Direct Drive als Einsteiger?

Ja, wenn Sie auf dem PC spielen und dabeibleiben wollen: Komplette Bundles beginnen bei 299 € (MOZA R3, Preis erfasst am 6. Oktober 2026). Auf der Konsole ist das Angebot an günstigen Direct-Drive-Modellen kleiner, dort bleibt eine Wheelbase mit Riemenantrieb ein guter Startpunkt.

Ist eine Wheelbase mit Riemenantrieb laut?

Sie erzeugt mechanische Geräusche durch den Riemen und je nach Modell durch die Zahnräder. Wie laut das ausfällt, hängt vom Produkt und von der eingestellten Kraft ab. Ein Direct-Drive-Motor arbeitet in der Regel leiser, ist aber nicht völlig geräuschlos.

Kann man eine Direct-Drive-Wheelbase am Schreibtisch montieren?

Ja, bei moderatem Drehmoment und mit einer passenden Klemme. Mehrere Bundles wie MOZA R3, MOZA R5 oder Thrustmaster T598 enthalten eine Befestigungslösung. Bei höheren Kräften ist ein Cockpit die bessere Wahl.

Ist das Logitech G923 ein Direct-Drive-Lenkrad?

Nein. Logitech nennt auf der französischen Produktseite keine Antriebsart und gibt ein TRUEFORCE-Force-Feedback von 2,3 Nm an. Das Direct-Drive-Modell der Marke ist das PRO Racing Wheel mit 11 Nm laut Hersteller.