Preise erfasst am 6. Oktober 2026 · 43 Produkte im Vergleich · keine gekauften Noten
Kaufberatung

Welches Drehmoment brauchen Sie bei einer Direct-Drive-Wheelbase?

Das Drehmoment in Newtonmetern (Nm) ist die Zahl, mit der Direct-Drive-Wheelbases am stärksten beworben werden. Allein aussagekräftig ist sie trotzdem nicht, und die Hersteller messen sie nicht einheitlich. Dieser Ratgeber hilft Ihnen, einen Drehmomentbereich zu wählen, der zu Ihrer Nutzung und Ihrem Aufbau passt.

MOZA R3MOZA R3 · Bild: Hersteller

Was misst das Drehmoment einer Wheelbase?

Das Drehmoment ist die Drehkraft, die der Motor auf die Lenkachse ausübt. Je höher es ist, desto stärker kann die Wheelbase Ihren Händen Widerstand leisten und große Lenkkräfte simulieren, etwa bei einem schweren Auto unter hoher Querbeschleunigung.

Auf den Produktseiten tauchen allerdings drei unterschiedliche Definitionen auf. Das Spitzendrehmoment ist der Höchstwert, der nur kurz erreicht wird. Das Dauerdrehmoment, oft auch „konstant“ genannt, hält der Motor über längere Zeit. Das Haltemoment („Holding Torque“) beschreibt die Kraft im Stillstand.

  • Fanatec nennt für die CSL DD ein Spitzendrehmoment (8 Nm mit Boost Kit 180) und für die ClubSport DD (15 Nm) sowie die ClubSport DD+ (18 Nm) ein Haltemoment.
  • MOZA gibt für die R16 Ultra (16 Nm) und die R21 Ultra (21 Nm) ein Dauerdrehmoment („sustained“) an.
  • Thrustmaster nennt für das T598 (5 Nm) und das T818 (10 Nm) ein konstantes Drehmoment.
  • Simucube gibt für die Simucube 2 Sport ein maximales Drehmoment von 17 Nm und für Simucube 2 Pro und 3 Pro jeweils 25 Nm an.
AchtungZwei Wheelbases mit identischer Zahl liefern nicht zwingend dieselbe Kraft, wenn die eine einen Spitzenwert und die andere einen Dauerwert angibt. Vergleichen Sie immer die Art des Werts, nicht nur die Zahl.

Wie viel Nm brauchen Sie für den Einstieg ins Sim Racing?

Für die erste Direct-Drive-Wheelbase liegt der Einstieg in unserem Katalog zwischen 3,9 und 9 Nm. Dieser Bereich genügt, um die wesentlichen Informationen des Force Feedbacks zu spüren: Haftungsverlust, Curbs und Lastwechsel.

Er hat außerdem einen praktischen Vorteil. Diese Wheelbases lassen sich am Schreibtisch betreiben, sofern Sie eine solide Klemme verwenden. Mehrere werden als Bundle mit Lenkrad und Pedalen verkauft, was den ersten Kauf deutlich vereinfacht.

  • MOZA R3: 3,9 Nm, PC-Bundle, 299 € (Preis erfasst am 6. Oktober 2026).
  • MOZA R5: 5,5 Nm Spitze, PC-Bundle, 399 €.
  • Thrustmaster T598: 5 Nm konstant, Bundle für PC und PlayStation, 449,99 €.
  • Fanatec Gran Turismo DD Pro: 8 Nm Spitze mit Boost Kit 180, Wheelbase einzeln für PC und PlayStation, 499,95 €.
  • MOZA R9 V3: 9 Nm Spitze, Wheelbase einzeln für PC, 319 €.

Achten Sie bei den Einzel-Wheelbases darauf, dass Lenkrad und Pedale noch hinzukommen. Ein Bundle wirkt auf den ersten Blick teurer, enthält aber bereits alle Komponenten für die erste Runde.

10 bis 16 Nm: die vielseitige Mittelklasse

Zwischen 10 und 16 Nm verfügen Sie über eine komfortable Reserve. Die Wheelbase gibt die hohen Lenkkräfte schwerer Fahrzeuge oder von Autos mit viel Abtrieb wieder, ohne zu übersteuern, und behält dabei die feinen Details. Diesen Bereich wählen viele Fahrer, die regelmäßig auf der Strecke sind.

In dieser Klasse finden Sie die MOZA R12 V2 (12 Nm Spitze, 419 € statt 529 €), die Fanatec ClubSport DD (15 Nm Haltemoment, 599,95 €) und die MOZA R16 Ultra (16 Nm Dauerdrehmoment, 549 €). Bei den Bundles nennt Thrustmaster für das T818 Ferrari 488 GT3 Simulator 10 Nm konstant, Logitech für das PRO Racing Wheel 11 Nm.

TippBei Fanatec begrenzt die ClubSport DD Lenkräder mit QR2-Lite-Schnellwechsler laut Hersteller auf 8 Nm. Prüfen Sie den Schnellwechsler Ihres Lenkrads, wenn Sie das volle Drehmoment nutzen wollen.

17 bis 25 Nm: Für wen lohnt sich die Oberklasse?

Ab 17 Nm richten sich Wheelbases an Fahrer, die eine möglichst originalgetreue Wiedergabe suchen. Das zusätzliche Drehmoment erlaubt es, die Lenkkräfte eines Fahrzeugs ohne Servolenkung realistisch abzubilden, oder es bleibt als große Reserve für feinste Details.

Diese Wheelbases verlangen ein steifes Cockpit und ein höheres Budget. Die Simucube 2 Sport (17 Nm) wurde mit 981,60 € erfasst, die Fanatec ClubSport DD+ (18 Nm Haltemoment) mit 799,95 €, die MOZA R21 Ultra (21 Nm Dauerdrehmoment) mit 799 € und die Simucube 2 Pro (25 Nm) mit 1.287,60 €. Unsere Seite zum High-End-Sim-Racing-Lenkrad beleuchtet dieses Segment genauer.

Wichtig: Diese Oberklasse-Wheelbases sind häufig nur für den PC gedacht. In unserem Katalog ist allein die ClubSport DD+ als kompatibel mit PS5 und PS4 angegeben.

Tabelle: Drehmoment, Plattformen und Preise der Direct-Drive-Wheelbases

Alle folgenden Werte stammen von den Herstellern. Die Preise entsprechen unserer Erfassung vom 6. Oktober 2026 einschließlich laufender Aktionen.

WheelbaseDrehmoment laut HerstellerArt des WertsPlattformenErfasster Preis
MOZA R9 V39 NmSpitzePC319 €
MOZA R12 V212 NmSpitzePC419 €
Fanatec CSL DD (Boost Kit 180)8 NmSpitzePC, Xbox (mit lizenziertem Lenkrad)429,95 €
Simagic Alpha EVO Sport9 NmNicht angegebenPC475 €
Fanatec Gran Turismo DD Pro8 NmSpitzePC, PS5, PS4499,95 €
MOZA R16 Ultra16 NmDauerPC, Xbox (mit ESX-Lenkrad)549 €
Fanatec ClubSport DD15 NmHaltemomentPC, Xbox (mit lizenziertem Lenkrad)599,95 €
MOZA R21 Ultra21 NmDauerPC799 €
Fanatec ClubSport DD+18 NmHaltemomentPC, PS5, PS4799,95 €
Simagic Alpha EVO Pro18 NmSpitzePC832 €
Simucube 2 Sport17 NmMaximumPC981,60 €
Simucube 2 Pro25 NmMaximumPC1.287,60 €
Simucube 3 Pro25 NmMaximumPC1.486,80 €

Eine begründete Rangliste finden Sie auf unserer Seite Beste Direct-Drive-Wheelbase. Wie wir bewerten, erklärt unsere Methodik.

Das Drehmoment bestimmt die Befestigung: Schreibtisch oder Cockpit?

Ein hohes Drehmoment nützt nur, wenn die Wheelbase sich nicht bewegt. Auf einem leichten Schreibtisch bringt eine kräftige Wheelbase die Platte zum Schwingen oder verschiebt sie sogar. Das Force Feedback verliert dann an Präzision, und die Befestigung kann Schaden nehmen.

Einsteiger-Wheelbases mit beiliegender Tischklemme wie MOZA R5 oder Thrustmaster T598 sind für den Schreibtisch ausgelegt. Bei hohen Drehmomenten ist ein steifes Cockpit der Standard. Trak Racer gibt zum Beispiel an, dass die Lenkradhalterung seines TR8 Pro V2 30 Nm ohne Durchbiegung aufnimmt.

Unser Ratgeber zur Sim-Racing-Cockpit-Kaufberatung stellt die möglichen Rahmen vor, und der Ratgeber Lenkrad am Schreibtisch montieren zeigt, wie Sie das Beste aus einem leichten Aufbau herausholen.

So stellen Sie das Drehmoment nach der Montage ein

  1. Beginnen Sie in der Software des Herstellers mit einer reduzierten Gesamtkraft.
  2. Stellen Sie anschließend die Kraft im Spiel ein, bei Bedarf für jedes Fahrzeug einzeln.
  3. Erhöhen Sie in kleinen Schritten, bis Sie den Haftungsverlust klar spüren, ohne übermäßig zu ermüden.
  4. Fühlt sich das Lenkrad in schnellen Kurven wie „festgefahren“ auf gleicher Kraft an, übersteuert das Signal: Senken Sie die Kraft im Spiel leicht ab.
  5. Speichern Sie für jede Simulation ein eigenes Profil, damit Sie Ihre Einstellungen jederzeit wiederfinden.

Diese schrittweise Einstellung gilt für jede Wheelbase. Sie vermeidet unangenehme Überraschungen und zeigt Ihnen, ob Ihre Wheelbase genügend Reserve bietet. Wer nach einigen Wochen feststellt, dass er dauerhaft am oberen Ende fährt, weiß, dass ein stärkeres Modell sinnvoll sein könnte.

Zahlen aus offiziellen Herstellerdatenblättern und Marktpreisen, erfasst am 6. Oktober 2026. Kein Praxistest: siehe unsere Methodik.

Häufige Fragen

Reichen 8 Nm für ein Direct-Drive-Lenkrad?

Für den Einstieg und regelmäßiges Fahren gibt eine Wheelbase dieser Klasse das Wesentliche des Force Feedbacks wieder. Die Fanatec CSL DD und die Fanatec Gran Turismo DD Pro nennen jeweils 8 Nm Spitzendrehmoment mit dem beiliegenden Boost Kit 180.

Warum fühlen sich zwei Wheelbases mit gleichem Drehmoment unterschiedlich stark an?

Weil die Hersteller nicht alle dieselbe Größe angeben: Spitzen-, Dauer- oder Haltemoment. Ein Spitzenwert wird nur kurz erreicht, ein Dauerwert wird über längere Zeit gehalten.

Braucht man ab 15 Nm ein Cockpit?

Das ist dringend zu empfehlen. Bei dieser Kraft bewegt sich ein normaler Schreibtisch, und die Präzision leidet. Ein Cockpit aus Aluprofil oder verstärkten Stahlrohren bietet die nötige Steifigkeit.

Ist eine stärkere Wheelbase automatisch präziser?

Nicht automatisch. Die Präzision hängt auch von Motor, Encoder und Software ab. Die Drehmomentreserve hilft vor allem, Übersteuerung bei hohen Lenkkräften zu vermeiden.